Planungsbereich A

Planungsbereich A – „Elbufer“

Der Planungsbereich A erstreckt sich von der Straße ‚Am Kuhgrund‘ bis zum Ruferplatz. Für den so genannten „Kernbereich“ der Lauenburger Altstadt wurde mit dem als Machbarkeitsstudie zu wertenden Realisierungskonzept einer Planungsgemeinschaft unter der Federführung des Büros melchior+wittpohl (Hamburg) und im engen Dialog und unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2014 eine Vorzugsvariante C entwickelt (siehe Menüpunkt ‚Realisierungskonzept‘).

 

In dem abschließenden Bericht wurden durch die Planungsgemeinschaft offene Fragen dargestellt, die aus einer mangelhaften Datenlage zum damaligen Zeitpunkt resultierten. Aufgrund fehlender Daten zu Baugrund und Grundwasser basierte die Vorzugsvariante C in vielen Punkten auf Annahmen, die durch die Planungsgemeinschaft getroffen wurden.

 

Diese Annahmen galt es zu überprüfen und die offenen Fragen zu beantworten. Im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein wurden nach entsprechenden Vergabeverfahren daher umfangreiche ingenieurgeologische, sowie hydrogeologische Untersuchungen in Auftrag gegeben (Siehe Menüpunkt ‚Umsetzungsverfahren`- Unterpunkt ‚Geologische/hydrogeologische Untersuchungen‘).

 

Bereits während der laufenden Untersuchungen war eine Bürogemeinschaft aus den Büros melchior+wittpohl (zuständig: Dr. Claussen), sowie Wasser+Plan (zuständig Dr. Evertz) damit beauftragt worden, mehrere Untervarianten der Vorzugsvariante C weiterzuentwickeln um zeitnah nach Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse die am besten geeignete technische Lösung auswählen zu können.

 

Die Untersuchungsergebnisse liegen inzwischen vor und wurden der Öffentlichkeit in einer Informationsveranstaltung, an der auch Umweltminister Dr. Robert Habeck teilnahm, am 09. März 2016 in der Heinrich-Osterwold-Halle präsentiert (siehe Download-Links auf Startseite).

 

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse kommt die Bürogemeinschaft m+w, sowie Wasser+Plan zu dem Entschluss, die in der Variante C aus dem Realisierungskonzept vorgesehene tiefgründende Spundwand/Sickerschürze nicht zwingend zu benötigen, da die Grundwassermengen entsprechend der Feststellungen der hydrogeologischen Untersuchungen als beherrschbar eingestuft werden und mittels einer binnenseitigen Wasserhaltung (Drainage) gesteuert werden können, so dass das Schutzziel, die Erdgeschosse der Gebäude in der Altstadt trockenzuhalten, auch auf diesem Weg erreicht werden kann.

 

Eine weitere Erkenntnis der Untersuchungen, insbesondere der ingenieurgeologischen Untersuchungen, ist, dass der Geesthang nicht überall standsicher ist. Dieser latent instabile Zustand ist allerdings nicht Resultat von Hochwasser. Die Standsicherheit des Hanges ist hochwasserunbeeinflusst.

 

Im weiteren Prozess soll nun möglichst zeitnah ein Vergabeverfahren durchgeführt werden, um eine geeignete Bürogemeinschaft zu finden, welche die anstehenden Planungs- u. Umsetzungsschritte durchführt. In dem nun anstehenden Prozess sollen die Grundstückseigentümer und die Betroffenen allgemein wieder möglichst frühzeitig und regelmäßig eingebunden werden.

 

Abschlussbericht mit Anlagen [PDF]